Immer das gleiche Spiel Drucken
Mittwoch, den 20. November 2013 um 13:08 Uhr

«Immer das gleiche Spiel»

Immer die gleiche Vorgehensweise, wenn es um Gemeindezusammenschlüsse geht! Versprochen wird ein attraktiver und tiefer Steuerfuss, Synergien werden zu Haufen geschaffen, Verkleinerung der Verwaltung ist Programm und Einsparungen sind natürlich ein Muss!

Es ist zu hoffen, dass die Bürger von Schmerikon und Uznach vor einem Zusammenschluss mal einen Blick über die Gemeindegrenze nach Neu-Eschenbach werfen und all die Hiobsbotschaften nach der getätigten Fusion wahrnehmen.

 

Von wegen einer Verschlankung der Gemeindeverwaltung, es macht eher den Eindruck, dass das Gegenteil eingetroffen ist. Das wird sich ja in Kürze bei der angekündigten Budgetpräsentation betreffend Personalkosten herausstellen. Die auf praktisch null abgeschriebenen und immer noch in bestem Zustand stehenden Gemeindehäuser, stehen leer da, dafür hat man grosse Investitionen in ein Mietobjekt gemacht mit jährlich wiederkehrenden enorm hohen Mietkosten.

In Folge einer Fusion wurden die Krankenkassenprämien teurer. Diverse Anpassungen werden selbstverständlich immer zu ungunsten des Steuerzahlers ausfallen. Nun werden seit Neustem auch die Kosten für Schneeräumung der Gemeindestrassen 3. Klasse auf die Anwohner abgewälzt, dafür wird im Gegenzug von oberster Stelle für eine luxuriöse über 12 Millionen teure Dreifach-Turnhalle geworben. Damit die Fussballclubs gutgestimmt werden, ist im gleichen Paket auch noch einen Kunstrasen inbegriffen.

Durch die Zusammenführung der beiden Alters- und Pflegeheime, Berg und Mürtschen, wird in Zukunft nur noch einen Küchenchef benötigt und es kann mit günstigem Hilfspersonal viel Geld eingespart werden. Das würde bei einem Zusammenschluss von Schmerikon-Uznach bestimmt nicht anders gehandhabt werden. Bürgermitbestimmung bei Käufen/Verkäufen, Investitionen, Bauvorhaben und Umgestaltungen wurden so eingeschränkt, dass diese überhaupt nichts mehr zu sagen haben, so ist es nicht verwunderlich, dass die Bürgerversammlung praktisch zu einer Ein-Mann-Show verkommen ist.

Und zu guter Letzt hat der Kanton schon mal eine 10%-Steuererhöhung getätigt und bei dieser wird es bei der schlechten finanziellen Lage wohl nicht bleiben. Berechtigt fragt man sich, wer schlussendlich an solchen Zusammenschlüssen profitiert?

Rolf Liechti-Kam,

IG-sachlich & solidarisch,

St.Gallenkappel