Fusion Uznach und Schmerikon sinnlos Drucken
Mittwoch, den 27. November 2013 um 15:26 Uhr

Eine Fusion der Politischen Gemeinden Uznach und Schmerikon ist weder notwendig noch sinnvoll. Nun werden wieder die vielbeschworenen Synergien ins Feld geführt, und dem Stimmvolk werden Einsparungen in Aussicht gestellt. Diese sind aber noch nicht bezifferbar und sollen erst nach einem zustimmenden Grundsatzentscheid genauer abgeklärt werden.

Natürlich würden sich bei einer Fusion da und dort einige Vorteile ergeben. Diesen stehen aber unvermeidliche Nachteile gegenüber, so dass unter dem Strich kaum ein Gewinn bleibt, weder materiell noch ideell. Im Glarnerland ist aus der Fusionseuphorie ein Fusionskater geworden. Statt der erhofften Einsparungen schreiben die neuen Gemeinden rote Zahlen.
Auch im Bündnerland reibt man sich die Augen – vieles ist teurer geworden. Die Verwaltungen sind nicht entschlackt worden, sondern gewachsen.
Nun vernimmt man bereits auch aus der Fusionsgemeinde Eschenbach (mit St. Gallenkappel und Goldingen, seit 1. Januar 2013) deutliche Signale der Ernüchterung. Dieselbe Erfahrung wurde übrigens schon vor Jahrzehnten in Baden-Württemberg mit der damaligen Gemeindereform gemacht.
Es ist eine bekannte Tatsache, dass Verwaltungen dazu neigen, sich mit sich selbst zu beschäftigen, mit Umorganisationen und Neustrukturierungen. Sie eröffnen neue Abteilungen, legen andere zusammen, schaffen Stellen und diskutieren darüber, wie man die Arbeit erledigen müsste.
Erwiesen ist auch, dass mit der sogenannten Professionalisierung von Funktionen die Kosten eher steigen als sinken. So verhält es sich auch mit dem Fusionsvorhaben Uznach-Schmerikon.
Wenn man will, kann man auch unter Nachbarn gut zusammenarbeiten. Hierzu muss man nicht verheiratet sein. Wer auch so denkt, stimmt am Montag, 2. Dezember, mit einem klaren Nein.
Hannes Kunz, Schmerikon