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In den Fusionsgemeinden steigen die Krankenkassenprämien doppelt an PDF Drucken E-Mail
Freitag, den 27. September 2013 um 20:47 Uhr

Am 27. Juli 2011, also lange vor der Fusionsabstimmung, haben wir von der contra-fusion.ch darüber informiert, dass Ortschaften mit niedrigeren Prämien bei Fusionen automatisch in die höhere Prämienregion hochgestuft werden.

Josef Blöchlinger hat das aufgrund unserer Information gewusst. Herr Göldi behauptet, er hätte das nicht gewusst. Es ist klar, dass die Gemeindepräsidenten während der Abstimmungskampagne untereinander Gespräche führten und selbstverständlich war der Prämienanstieg ein Thema. Ausserdem hätte er als Gemeindepräsident auch die Verantwortung gehabt, solche wichtigen Fakten vorgängig abzuklären und offen zu kommunizieren. Es ist eine Tatsache, dass unliebsame Themen totgeschwiegen wurden in der Hoffnung, dass die vielen negativen Aspekte einer Fusion nicht zur Sprache kommen.

Die Neueinteilung und damit starke Erhöhung der Krankenkassenprämien durch die Fusion belastet vor allem das Budget für Familien sehr stark. So bezahlt eine 4köpfige Familie je nach Krankenkasse jährlich bis zu Fr. 1'000.-- mehr Prämie als es ohne die Fusion gewesen wäre. Gerade einkommensschwache Familien, die wenig Steuern zahlen, werden so zusätzlich zur Kasse gebeten.

Auch die Steuerreduktion ist wohl nicht von langer Dauer. Bereits heute wird gejammert, dass das Geld an allen Orten fehlt. Wie lange reicht das kantonale Fusionszückerli noch um die Steuern künstlich tief zu halten? Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis die nächste happige Mehrbelastung in Form einer Steuererhöhung auf uns zukommt.

Hier der dazugehörige Beitrag aus der Südostschweiz