Alles auf einen Blick
- Details
Weiterlesen: Weshalb wehren sich auch Neuzuzüger gegen eine Fusion?
- Details
Die Befürworter möchten die Schulgemeinde in die politische Gemeinde integrieren, so wäre ein Gemeinderat, der dafür gewählt wurde, für die Schulen zuständig. Dies birgt natürlich einige Gefahren in sich. Alle schulischen Angelegenheiten werden von Politikern entschieden, das ist sehr willkürlich. Es wird nur mehr politisch entschieden, unter Umständen nicht zugunsten der Kinder sondern des Geldes.
Es ist daher gut möglich, dass Schulen wie in Goldingen, geschlossen werden könnten, da sie finanziell nicht mehr tragbar sind. Die Folgen davon wären, dass sich keine Familien mehr in Goldingen ansiedeln. Familien würden weg ziehen, es käme zur Überalterung der Bewohner der „Aussenwachten“.
Bei der Fusionsabstimmung darf auf keinen Fall über die Integrierung der Schulgemeinde in die politische Gemeinde abgestimmt werden, das muss zu einem späteren Zeitpunkt separat behandelt werden.
- Details
Zwar gab es schon viele Gemeindefusionen, aber Langzeitstudien, ob damit wirklich Kosten gespart werden können, gibt es noch keine. Allfällige Mehrkosten werden mit geänderten äusseren Umständen wie Gesetzesänderungen oder wirtschaftlichen Veränderungen begründet. Dabei ist es eine Tatsache, dass eine vertiefte Zusammenarbeit mehr Sparpotential hat als ein politischer Zusammenschluss, der nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. So arbeiten unsere Gemeinden denn auch heute schon in verschiedenen Bereichen erfolgreich zusammen, zum Beispiel bei der Abfallentsorgung. Eine Fusion ist dazu nicht notwendig.
- Details
Nach einer Fusion wäre der zentrale Verwaltungsstandort Eschenbach. Damit verlängern sich aber die Wege für die Einwohner von Goldingen und St. Gallenkappel massiv. Es bleibt fraglich, ob die künftige Verwaltung die Bedürfnisse der "Aussenquartiere" ebenso wahrnehmen wird wie das heute der Fall ist. Stammen die Gemeinderäte heute aus der Nachbarschaft, so werden sie nach der Fusion wohl mehrheitlich oder sogar ganz aus Eschenbach kommen, dem Stimmenverhältnis sei dank. Mag sein, dass dies ein Grund ist, weshalb die Gemeinderäte von Eschenbach die Leaderrolle bei diesem Fusionsprojekt übernommen haben.
- Details
Durch die Fusion können wir zwar bei mehr Projekten über ein grösseres Gebiet mitreden. Allerdings bedeutet das auch, dass dadurch das Gewicht der einzelnen Stimme massiv sinkt. Klar ist, dass Eschenbach alle seine Projekte in einer fusionierten Gemeinde wird durchbringen können, da dort ja am meisten Stimmbürger leben. Es ist sehr fraglich, ob das für die Quartiere Goldingen oder St. Gallenkappel ebenfalls möglich sein wird.
- Details
Nein, denn bereits heute funktioniert das System mit den Zweckverbänden sehr gut. Dabei schliessen sich Gemeinden für verschiedene Projekte zusammen, um die Aufgaben effizienter und kostengünstiger zu erledigen. Beispiele dafür sind die Abfallentsorgung, die Kanalisation und die Wasserversorgung. Das Argument, dass es zu mühsam sei bei so vielen Gemeinden ein Projekt durchzuführen, liegt wohl eher am mangelnden Willen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Stadt Basel. Dort wird der öffentliche Verkehr nicht nur über Gemeindegrenzen, sondern sogar über Ländergrenzen hinweg organisiert. So gibt es Buslinien die von Basel nach Deutschland und Frankreich fahren. Offenbar gelingt es dort, 3 Länder, 3 Sprachen, 2 Währungen, und dutzende verschiedener Interessen unter einen Hut zu bringen. Weshalb soll das bei uns nicht funktionieren?