Aufschlussreich und ehrlich war der fusionsbedingte Erfahrungsbericht von der sympathischen Neckertaler-Gemeindepräsidentin Frau Vreni Wild. Meines Erachtens zu ehrlich und das zum klaren Nachteil der Befürworter. Nach nur gerade drei Jahren Fusion schon das erste Mal in finanzieller Schieflage, also keine schwarzen sondern rote Zahlen…oder bin ich der Einzige der etwas missverstanden hat??
Das Ersparte, also der Notgroschen ist aufgebraucht, aber wie weiter? Nochmals Synergien schaffen, aber wo? Einsparungen heisst automatisch auch, die Gemeinde kann ihre Hausaufgaben nicht mehr zur eigenen Zufriedenheit erledigen und so bleibt nichts anderes übrig, als am „eingeschworenen“ Steuersatz zu schrauben, nach oben natürlich und aus ist der Befürworter-Traum!
Wie muss es doch für das Eschenbacher Gemeindeoberhaupt frustrierend sein, wenn man sich nach erneuter schlechter Information vor einer relativ kleiner Anzahl Bürgern betreffend das von mir im Leserbrief angeprangerte teure Gemeindehaus rechtfertigen muss. Und wieder wissen nur wenige Bürger, wie die vereinigungsbedingten Aufwendungen von 2, 5 Millionen eingesetzt werden, denn es werden erneut keine Zahlen veröffentlicht und so bleibt einmal mehr der interessierten Bürgschaft nur die Ungewissheit…… und weiter dreht sich die Fusionitis-Mutmass/Spekulier-Spirale!
Harsch und nicht überaus Bürgerfreundlich wurde auch auf meine Andeutung betreffend dem grossen Mitarbeiterstab reagiert und mit einer unglaublichen Zahl von 21 Personen relativiert. Nach meinen Recherchen auf den gemeindeeigenen Homepages werden bis anhin 34 Personen als Arbeitnehmer ausgewiesen; Goldingen/Chappälä je 8, wohlverstanden ohne die beiden bisherigen „Big-Shots“ und in Eschenbach sage und schreibe 18 Personen…laut Herr Blöchlinger ergibt das also 21 Angestellte!! Stehe ich da mit meinen Vermutungen etwa falsch, dass doch Personal entlassen wird und zwar massiv?
Es ist ja nicht zu übersehen, wie der Eschenbacher sich schon jetzt für den Grossgemeinde-Job positioniert und da wäre ein wenig mehr Fingerspitzengefühl und Respekt gegenüber den noch Unschlüssigen wie auch der Fusions-Gegnerschaft angebracht!
Und zum Schluss noch dies; Nach Aussage der Neckertaler-Präsidentin ist die Verwaltung in zwei Gemeinehäusern untergebracht und da frage ich mich doch nicht unberechtigt, warum soll dies auch nicht bei uns funktionieren, wo doch die Infrastruktur/Mobiliar immer noch zur Verfügung steht und so einen grossen Batzen gespart werden könnte? Oder bewahrheiten sich meine Vermutungen, dass so schnell als möglich die „Mitgift der beiden Heiratswilligen“, also Immobilien/Landreserven in Bares eingelöst werden soll, damit man die versprochenen 5 Jahre mit den unrealistischen angepeilten 127 Steuerfuss-Prozenten über die Runde bringt!!…ja eben, schon wieder eine Vermutung!!!