Weil die „Obersee-Nachrichten“ etliche Leserbriefe in Bezug auf das Projekt einer Dreifachturnhalle in Eschenbach erhalten hatte, entschied die Redaktion, einen zusammenfassenden Bericht mit Foto über Pro und Kontra zu bringen.

Befürworter und Gegner wurden zu einem Treffen bei der Skaterbahn eingeladen, und zwar Befürworter aus Sportvereinen, Anwohner und Sepp Mächler, SVP-Ortsparteipräsident (kontra) und seine Söhne (pro) – eine spannende Konstellation für die Medien.

Leider wurde dieses Treffen getrübt, denn etliche Befürworter erschienen trotz anfänglicher Zusagen nicht. Offenbar wurde dem Eschenbacher Gemeindepräsidenten zugetragen, was sich da Schlimmes ereignen könnte. Er bat hierauf den zuständigen ON-Redaktor, das Treffen abzusagen.
 
So etwas erlebt man nicht jeden Tag, auch ein Zeitungsmann nicht! Im Weiteren erklärte das Gemeindeoberhaupt, wenn der Reporter das Treffen nicht absagen wolle, solle er wenigstens die Namen der Eingeladenen angeben, er werde dann diese Personen schon ausladen. Obwohl der Redaktor die Namen nicht bekannt gegeben hatte, erschienen einige Befürworter am abgemachten Ort nicht. Einzig die Präsidentin des Veloclubs erschien vor Ort, vermutlich weil man vergessen hatte, sie vom Treffen „auszuladen“.
 
Ganz klar: Diese undemokratische Haltung unseres Gemeindeoberhauptes ist absurd wie unakzeptabel. Da kann man sich schon fragen, was diese Person schon alles vom Hintergrund aus bewirkt hat. Bestimmt im Gemeinderat nur eine Person? Ist der Sinneswandel der CVP und des Schulratspräsidenten in Bezug auf die Dreifachturnhalle auch auf eine entsprechende Bearbeitung zurückzuführen?
 
Die Bevölkerung ist hoffentlich mit diesem Vorgehen wach gerüttelt worden und wird an den nächsten Abstimmungen und Wahlen daran denken und entsprechend handeln.