Und wieder einmal wird die Presse vor der Bevölkerung über eine wichtige Entscheidung im Vorfeld der Gemeindefusion informiert. Obwohl sich die Gemeindehäupter bereits einmal für einen ähnlichen Faux-pas entschuldigen mussten, wiederholen sie den Fehler. Das gibt zu denken! Wer möchte denn jetzt fusionieren, Eschenbach mit der Presse?
 
Wozu brauchen wir einen teuren Heraldiker? Wir haben genug Vorschläge von BürgerInnen. Und der Entwurf muss uns, den BürgerInnen, zusagen und nicht nur den Richtlinien der Wissenschaft entsprechen!
 
Warum informieren die Gemeindeoberen derart sparsam? Man will den FusionsgegnerInnen keine Angriffsfläche bieten. Der ganze Fusionsprozess geht zu schnell. Entscheidungen müssen reifen, dazu braucht es Zeit.
 
Viele machen die Faust im Sack über diese Vorgehensweise der PolitikerInnen. GegnerInnen werden eingeschüchtert und öffentlich blossgestellt, um von vornherein jeden Widerstand zu unterbinden. Jetzt, wo entschieden worden ist, dass die neue Gemeinde Eschenbach heissen soll, sind wohl noch mehr Leute verärgert. Wir wollen die Identität unserer Gemeindezugehörigkeit nicht weggeben!
Man wirft uns ein Zückerli hin, dass nur die Verwaltungseinheit der drei Gemeinden „Eschenbach“ heissen wird. Die Zukunft wird wohl zeigen, dass früher oder später unsere Ortsschilder nur noch Makulatur sind, eine Art Lendenschurz der Fusion.
Warum muss fusioniert werden? Es funktioniert doch bestens mit der Zusammenarbeit der drei Gemeinden, so wie es ist. Die Steuern sollen gesenkt werden? Nett, für wie lange denn? Bei der Sparwut des Kantonsrates kann es gut sein, dass die lieben Millionen doch nicht so schön fliessen werden wie erwartet. Wer gibt uns die Garantie, dass der Steuerfuss so tief bleibt? Oder werden wir bald für die überrissenen Millionenprojekte in Eschenbach zur Kasse gebeten?
 
In uns GemeindebürgerInnen macht sich das starke Gefühl breit, dass hier vieles über unsere Köpfe hinweg nach Gutdünken der Gemeindeoberen entschieden wird. Uns ärgert dieses Fusionstheater zunehmend und wir werden ganz bestimmt ein NEIN in die Urne werfen.