Heute hat der Kanton St. Gallen den Steuerfuss der geplanten fusionierten Gemeinde bekannt gegeben, obwohl dieser noch nicht vom Kantonsrat genehmigt worden ist. Der Entscheid über den künftigen Steuerfuss erscheint der Bevölkerung sehr unrealistisch.

Wie sollen auch nur diese Unterschiede von 18 % bis 35 % im Gegensatz zu den bisherigen Steuerfüssen auszumachen sein? Es wird nicht möglich sein, diesen krass tiefen Steuerfuss nur annähernd halten zu können. Auch die fusionswilligen Gemeinden Rieden, Ernetschwil und Gommiswald weisen in keinster Weise einen solch grossen Unterschied bei den bisherigen und künftigen Steuerfüssen auf (Rieden und Ernetschwil sollen künftig den Steuerfuss von Gommiswald erhalten, nicht tiefer). Da der Kantonsrat erst nach dem Abstimmungsdatum über den Fusionsbeitrag und Steuerfuss für unsere neue Gemeinde entscheiden wird, ist es denkbar, dass der Steuerfuss vom Kantonsrat nach oben korrigiert wird, und die Bürgerschaft nichts mehr dagegen unternehmen kann, weil sie der Fusion ja bereits zugestimmt haben.

So zeigt sich wieder einmal mehr, dass die Befürworter der Fusion doch mit sehr unglaubwürdigen Mitteln versuchen, die Bevölkerung auf ihre Seite zu ziehen. Dann sind wir doch lieber ehrlich zu einander und zufrieden mit unserer jetzigen überschaubaren Situation.