Nun haben alle Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der drei offenbar fusionswilligen Gemeinden Eschenbach, Goldingen und St. Gallenkappel eine Abstimmungskarte erhalten; damit können sie sich für eines der vier vorgeschlagenen Wappen für die dereinst neue Fusions-Gemeinde Eschenbach entscheiden. Der Projektrat erklärt, es handle sich bloss um eine Konsultativabstimmung.
Das Wappen mit den insgesamt meisten Stimmen werde er in den Vereinigungsbeschluss aufnehmen. Das Prozedere mag gut gemeint sein, und ich bin überzeugt, dass die Mitglieder des Projektrates die Abstimmenden nicht zu irgendeinem Entscheid zwingen möchten. Dennoch tun sie das, weil man bloss aus vier Vorschlägen auswählen, aber nicht Nein sagen kann. Wenn einem kein Vorschlag gefällt und man eine andere Lösung möchte – diese gibt es einfach und günstig zu haben -, hat man keine Möglichkeit, dies auf der Stimmkarte auszudrücken.
Im Weiteren ist nicht ersichtlich, wie die Stimmen von Goldingen und St. Gallenkappel gewichtet werden. So wie ich informiert bin, sollen alle in einen Topf gelangen und hernach ausgezählt werden. Alles andere könnte sonst dem Fusionsgedanken widersprechen! Die Mehrheitsergebnisse der kleineren Gemeinden würden ignoriert. Damit Gegner der vier Vorschläge ihre Meinung dennoch äussern können, gibt’s eine Lösung: Man lege eine leere Karte, d. h. ohne einen Vorschlag, ins Stimmcouvert.
Man könnte zudem auf der Stimmkarte schreiben: andere Lösung! Zu hoffen ist, dass ein solcher Fingerzeig vom Projektrat ernst genommen und berücksichtigt wird. Schliesslich sollte er für die Auszählung der Stimmen neutrale, d. h. die offiziellen, Stimmenzähler aller drei Gemeinden aufbieten.