Mit Speck fängt man Mäuse, und mit Goldmillionen die Stimmbürger, damit sie auch sicher ja stimmen zu den geplanten Gemeindefusionen! Auf das Angebot, die Steuern zu senken und auch tief zu halten, fallen nämlich viel zu viele Bürger hinein. Es ist meiner Meinung nach gar nicht möglich, die überall versprochenen tiefen Steuerfüsse zu halten. Wo soll denn der Kanton St. Gallen die Millionen hernehmen, die er nach wie vor zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt? Somit werden doch die Steuern innert kurzer Zeit wieder in die gewohnte Höhe steigen.
 
Eine Studie der Uni Lausanne beweist, dass praktisch alle Gemeindefusionen nach der Fusionierung höhere Ausgaben vorweisen als die einzelnen Gemeinden vorher zusammengezählt. Dies wird auch bei den Gemeindefusionen in unserer Region der Fall sein. Sollten Eschenbach, Goldingen und St. Gallenkappel fusionieren, müsste nur schon ein neues Gemeindehaus gebaut werden, um all dem nötigen Gemeindepersonal einen würdigen Arbeitsplatz zu bieten. Aufgrund der Fusion ist übrigens auch mehr Verwaltungspersonal nötig, wer soll denn all die zusätzlichen Arbeiten wie Erstellung von neuen Reglementen, etc. nebst der täglich anfallenden Arbeit erledigen? Auch diese Ursache wird extreme Mehrkosten verursachen, was wiederum zu einem erhöhten Steuerfuss führen wird.
 
Gemäss einer vom 3. – 8. Mai 2010 bei 1009 Personen durchgeführten Untersuchung fühlen sich die Schweizer, besonders aber Familien, am wohlsten in Gemeinden unter 2000 Einwohnern. So kann auch die Gemeinde Goldingen einen starken Bevölkerungszuwachs verzeichnen. Die tiefen Mietzinse und Bodenpreise können mit dem leicht höheren Steuerfuss mehr als Wettgemacht werden. Die Lebensqualität ist dank der optimal vorhandenen Natur und Ländlichkeit ebenfalls viel grösser. Wie gesagt, man kann die Beliebtheit unseres kleinen Dorfes deutlich aus der durchgeführten Umfrage erkennen! Auch die Zufriedenheit der Bevölkerung zeigt, dass den Einwohnern die Qualität der kleineren Dörfer sehr gefällt und sie ihre Heimat um kein Geld tauschen möchten!
 
Deshalb ist ein NEIN zu Gemeindefusionen das einzig Richtige!
 
Leo Rüegg
Initiant für Gemeindefreiheit
Goldingen